Aufruf zur Neubesetzung der Gremien der Max-Zöllner-Stiftung Weimar

Die Max-Zöllner-Stiftung ist eine von der Stadt Weimar und dem Land Thüringen gegründete Stiftung, die für die Belange von Sinnesbehinderten in Thüringen eintritt.

Alle vier Jahre werden die Gremien der Stiftung (Vorstand und Stiftungsrat) neu besetzt. Die Legislatur der aktuellen Gremien endet in diesem Jahr, so dass im Oktober 2016 die Neubesetzung der Gremien zu erfolgen hat.

Gemäß § 6 der Stiftungssatzung ist der Stiftungsrat mit insgesamt neun Mitgliedern wie folgt besetzt:

- zwei Mitglieder auf Vorschlag des Landes

- zwei Mitglieder auf Vorschlag der Stadt Weimar (Oberbürgermeister)

- ein Mitglied auf Vorschlag des Stadtrates der Stadt Weimar

- vier Mitglieder auf einvernehmlichen Vorschlag der örtlichen und überörtlichen Verbände der Sinnesbehinderten des Landes Thüringen.

Um ein transparentes Besetzungsverfahren des Stiftungsrates zu gewährleisten, ist folgende Vorgehensweise einzuhalten:

Der Aufruf zu Mitgliedervorschlägen erfolgt in der 33. und 34. KW im Newsletter des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Thüringens.

Die Benennung der Vorschläge ist bis zum 16.09.2016 an die Stadtverwaltung Weimar; Stabsstelle Wirtschaftsförderung und nachhaltige Entwicklung; Frau Fehling; Herderplatz 14; 99423 Weimar zu senden. Die Benennung der Vorschläge schließt das Einverständnis zur Veröffentlichung ein.

Satzungsgemäß haben die Verbände / Vereine einvernehmlich die Mitglieder vorzuschlagen. Um den Verbänden / Vereinen die Möglichkeit zu einvernehmlichen Vorschlägen zu geben, werden die eingegangenen Vorschläge ab der 38./39.KW auf der Internetseite der Max-Zöllner-Stiftung veröffentlicht. Weiterhin gehen die Vorschläge den bei der Max-Zöllner-Stiftung gelisteten Verbänden / Vereinen schriftlich zu.

Die Verbände / Vereine haben bis zum 19.10.2016 die Gelegenheit, sich einvernehmlich auf vier Mitglieder zu einigen, die dann vom Oberbürgermeister der Stadt Weimar berufen werden. Liegt vier Monate nach Ablauf der Amtszeit der bisherigen  Stiftungsräte, d.h. bis 20.02.2017 kein einvernehmlicher Vorschlag vor, so entscheidet der Oberbürgermeister im Einvernehmen mit dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie.

Bei Assistenzbedarf zum Lesen oder zum Verständnis des Aufrufes nehmen Sie bitte mit dem Stiftungsbüro 03643 74290 Kontakt auf.

Hinweis:

Den Aufruf zur Neubesetzung der Stiftungsgremien erhalten Sie hier als PDF-Dokument zum Download

Bei Fragen dazu wenden Sie sich bitte an unser Stiftungsbüro unter der Rufnummer 03643 7429-0

Pressemitteilung vom 15.03.2016

Max-Zöllner-Stiftung schließt die Neuordnung ihres Vermögens ab

Mit dem Verkauf des Wohngebäudes „Schwabestraße 9“ hat die Max-Zöllner-Stiftung die im Februar 2015 vom Stiftungsrat beschlossene Neuordnung ihres Vermögens abgeschlossen.

Die mit der Stiftungsaufsicht abgestimmte Neuordnung war notwendig geworden, weil die Max-Zöllner-Stiftung aufgrund nicht bewilligter Fördermittel und unerwarteter Mehrkosten bei der Sanierung der Wohngebäude im sog. „Zöllnerviertel“ nicht alle in ihrem Eigentum stehenden Gebäude sanieren konnte. Die bis dahin noch nicht sanierten Wohngebäude „Schwabestraße 20 und 22“ und das zu diesem Gebäudeensemble gehörende aber bereits sanierte Gebäude „Schwabestraße 24“ waren bereits im Sommer 2015 veräußert worden.

Im März 2016 folgte nun im Ergebnis einer Angebotseinholung der Verkauf des unsanierten Wohngebäudes „Schwabestraße 9“ an Euphoria GmbH aus Weimar. Unter anderem hatte sich auch die neu gegründete Genossenschaft „Schwabestraße 9“, die aus derzeitigen Mietern des Wohngebäudes besteht und ein genossenschaftliches Wohnprojekt anstrebt, auf Grundlage eines Erbpacht-Modelles um die Immobilie beworben. Maßgeblich für die Vergabe an Euphoria GmbH war sowohl das deutlich über dem Mindestgebot liegende Angebot, als auch die Konzeptionierung und Finanzierungsplanung.

Auch der aktuelle Käufer hat sich rechtsverbindlich verpflichtet, das Wohngebäude innerhalb der nächsten vier Jahre zu sanieren.

Die Erlöse aus dem Verkauf dieser Gebäude und Grundstücke wurden ausschließlich zur Kredittilgung verwendet und versetzen die Stiftung wieder in die Lage, ab nächstem Jahr Erträge in mindestens der Höhe der Vorjahre zur Förderung, Bildung und Betreuung blinder, sehbehinderter, schwerhöriger, gehörloser und taubblinder Menschen einzusetzen.

Weimar, 15.03.2016


Für den Stiftungsrat: 
Katrin Matzky, Amtierende Stiftungsratsvorsitzende 

Für den Vorstand: 
Udo Carstens und Rudolf Dewes, Mitglieder des Vorstandes

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Max-Zöllner-Stiftung realisiert die Neuordnung ihres Vermögen

Stiftungsrat und Stiftungsvorstand hatten im Ergebnis einer Klausurtagung ein neues Konzept erarbeitet und eine Reihe von Maßnahmen zur Neuordnung des Vermögens der Max-Zöllner-Stiftung beschlossen.

Anlass der Neuausrichtung waren die Nichtumsetzung der energetischen Quartiersanierung im Rahmen des Programms "EneffStadt", die Nichtbewilligung in Aussicht gestellter Fördermittel des Bundes und Mehrkosten in der Sanierung der Zöllner-Häuser "Schwabestraße 11, 18 und 24". Anders als ursprünglich geplant, wird die Max-Zöllner-Stiftung nicht alle ihre Gebäude in Eigenregie sanieren können, sondern die Wohngebäude Schwabestraße 20, 22 und 24 veräußern.  

In Folge dessen wurde von der Stiftung ein sog. "Interessenbekundungsverfahren" mit einem am Verkehrswert der Immobilien orientierten Mindestgebot durchgeführt, an dem sich fünf potentielle Investoren beteiligten. Im Ergebnis dieses Verfahrens hat sich der Stiftungsrat in enger Abstimmung mit dem Vorstand für die GW Property GmbH aus Frankfurt am Main entschieden.

Inhaber dieses Unternehmens ist Herr Christian Graf von Wedel. Maßgeblich dafür war nicht nur das deutlich über dem Mindestgebot liegende Angebot, sondern auch die solide Konzeptionierung und Finanzierungsplanung für die Objekte. Zudem verfügt die GW Property GmbH u.a. bereits über Immobilien in Weimar und Jena und hat dort in den vergangen Jahren einige Sanierungs- und Neubauprojekte erfolgreich abgeschlossen, die gerade auch mit dem Zöllner-Viertel vergleichbar sind.  

Der notarielle Kaufvertrag wurde am 30.06.2015 abgeschlossen. Der Käufer hat sich darin verpflichtet, innerhalb der nächsten vier Jahre die Wohngebäude zu sanieren. Entsprechend einer Vorabstimmung mit der Stadt Weimar plant er weiterhin die Neubebauung des dahinterliegenden Grundstückes mit zwei Wohngebäuden und einer Tiefgarage.  

Darüber hinaus konkretisieren sich die Gespräche der MZS mit der Hausgemeinschaft "Schwabestraße 9", das noch unsanierte Wohngebäude auf Erbpachtbasis zu übergeben. Die Mieter haben sich zu diesem Zweck zu einer Mietergenossenschaft zusammengeschlossen und möchten ebenfalls in den nächsten Jahren das Gebäude umfassend sanieren. Auch hier ist vertraglich ein Zeitraum vorgegeben, in dem jedenfalls die Außengestaltung des Gebäudes verbindlich saniert werden muss.  

Im Ergebnis dieser umfassenden Neuordnung ihres Vermögens wird die Max-Zöllner-Stiftung ab dem nächsten Jahr wieder Stiftungsmittel mindestens in der Höhe der vergangenen Jahre ausreichen können.

Mit diesen Erträgen soll die Förderung, Bildung und Betreuung blinder, sehbehinderter, schwerhöriger, gehörloser und taubblinder Menschen im Freistaat Thüringen fortgesetzt werden.    

Für den Stiftungsrat: Katrin Matzky, amtierende Stiftungsratsvorsitzende

Für den Vorstand: Udo Carstens und Rudolf Dewes, Mitglieder des Vorstandes  

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Neuer Vorstand

Seit dem 27. August 2014 besitzt die Max-Zöllner-Stiftung einen neuen Vorstand. Die bisherigen ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder Rudolf Kessner und Klaus Dietrich schieden aus privaten Gründen aus.

Ihnen folgten - ebenfalls im Ehrenamt - Udo Carstens (Geschäftsführer der Weimarer Wohnstätte GmbH) und Rudolf Dewes (Geschäftsführer der Hufeland-Träger-Gesellschaft Weimar mbH). Der bisherige hauptamtliche Geschäftsführer, Herr Martin Mölders, hat zum 1. August 2014 eine andere berufliche Herausforderung angenommen.

Mit diesem geordneten personellen Wechsel in der Spitze der Max-Zöllner-Stiftung wird das kontinuierliche Streben der Stiftung und ihrer Gremien zum Wohle blinder, sehbehinderter, schwerhöriger, gehörloser und taubblinder Menschen im Freistaat Thüringen auch mit der neuen Führungsmannschaft mit unverminderter Kraft fortgesetzt.

In diesem Zusammenhang setzt die Max-Zöllner-Stiftung trotz der von zwei Verbänden leider wenig sachlich geäußerten Kritik nach wie vor auf eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Verbänden, Vereinen und Selbsthilfegruppen der Sinnesbehinderten in Thüringen.

Nur gemeinsam wird es möglich sein, die Herausforderungen der Gegenwart zu meistern und die Möglichkeiten der Max-Zöllner-Stiftung zum größtmöglichen Wohl für die Sinnesbehinderten einzusetzen.

Die aktuellen Bauprojekte der Max-Zöllner-Stiftung, die Sanierung ihrer Wohnhäuser in Weimar, Schwabestraße 11, 18 und 24, befinden sich auf der Zielgeraden. Die ersten Wohnungen sind schon vermietet und nach Fertigstellung aller Häuser im Dezember 2014 werden auch die restlichen Wohnungen neue Mieter finden.

Die Max-Zöllner-Stiftung dankt allen am Bau beteiligten Firmen, Ingenieurbüros und Architekten für die gute Zusammenarbeit und die beispielhafte Qualität. Energetisch auf höchstem Niveau und barrierefrei setzen die 28 Wohnungen neue Maßstäbe.

Da in Aussicht gestellte Fördermittel des Bundes für die energetische Sanierung der Häuser leider nicht kamen und die Altbauten einige Überraschungen bereithielten, wird das Projekt für die Stiftung teurer als ursprünglich geplant.

Inwieweit sich diese Umstände auf das Konzept der für die Jahre 2015/2016 geplanten Sanierung der restlichen Wohnhäuser der Max-Zöllner-Stiftung (Schwabestraße 9, 20 und 22) auswirken, wird in den nächsten Wochen von Stiftungsrat und Vorstand der Max-Zöllner-Stiftung diskutiert, festgelegt und anschließend vorgestellt werden.

Mit den Mietern des Hauses "Schwabestraße 9" wird es eine neue Gesprächsrunde mit dem Ziel einer einvernehmlichen Lösung geben.

Die Max-Zöllner-Stiftung dankt Ihren zahlreichen Freunden und ehrenamtlichen Unterstützern, ihren Geschäftspartnern und Mietern für das bisherige Engagement und das Vertrauen in die Arbeit der Stiftung und wird ihnen auch in Zukunft ein solider und verlässlicher Partner und Ansprechpartner sein.

Für den Stiftungsrat: Katrin Matzky, amtierende Stiftungsratsvorsitzende

Für den Vorstand: Udo Carstens und Rudolf Dewes, Mitglieder des Vorstandes

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